Senf ist im landläufigen Sinne –wie Pesto auch – eine Würzpaste.

Sie besteht allerdings aus den Samen der Senfpflanze, die erst durch das Schroten und das anschliessende Fermentieren mit Wasser, Essig und Salz zu dem wird, was wir an ihr so schätzen: ein apart scharfes Würzmittel. Es sind die ätherischen Öle des Senfsamens, die diesen weltweit so beliebten kulinarischen Effekt hervorrufen. Um diese Öle zu erhalten, wird beim Vermahlen des Senfkorns eine möglichst geringe Temperatur eingesetzt. Mischt man nun diese Masse, die seit Jahrhunderten übrigens auch als Heilmittel verehrt wird, mit feinen Kräutern, Gewürzen, Früchten oder Nüssen, dann entsteht wiederum etwas Neues. In Europa finden wir die verschiedensten Senf-Traditionen: In Bayern pflegt man z. B. die Tradition des süssen Senfes, im Tessin wiederum des fruchtigen, in England schliesslich isst man gerne sehr scharfen Senf, dessen ätherische Öle sich aggressiv in den Nasenflügeln ausbreiten. Wir knüpfen an alle diese Traditionen an. Für uns ist nur eines wichtig: Schmecken muss er! Einverstanden?